Rückblick auf die 13. GLOBALNORM Konferenz Product Compliance
 

Am 16. und 17. September 2025 traf sich die Product-Compliance-Community in Berlin zur 13. GLOBALNORM Konferenz. Zwei Tage voller hochkarätiger Vorträge, praxisnaher Tutorials und intensiver Diskussionen boten Einblicke in aktuelle Trends, rechtliche Entwicklungen und globale Herausforderungen.

Besonders geschätzt wurden der direkte Austausch an den Round Tables und die Gelegenheit, wertvolle Kontakte zu knüpfen. Unsere Teilnehmenden lobten die perfekte Mischung aus Fachwissen, Praxisbezug und Networking. Ein rundum gelungenes Event – wir freuen uns schon auf die 14. Konferenz!
 

 

Da schlug es 13


Stimmen aus den Vorträgen 

Zwei Tage voller Impulse, Diskussionen und Perspektiven: Auf unserer 13. GLOBALNORM Konferenz in Berlin zeigten hochkarätige Speaker und Experten, wie tief Product Compliance und auch Normung inzwischen in den Unternehmensprozessen verankert und verzahnt sind.
 


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Friedericke von Bargen
Agora Strategy Group AG

"Internationale Standards sind das unterschätzte Machtinstrument des geopolitischen Technologiewettbewerbs.

Wer meint, Standards seien nur Papierkram, sollte nächstes Jahr einen Besuch der GLOBALNORM-Konferenz einplanen – denn sie sind hochstrategische Weichen im geopolitischen Wettbewerb!

Danke an Michael Loerzer, Maya Loerzer und das Team von GLOBALNORM für die Einladung als Key Note Speakerin und zwei spannende Konferenztage!

Key Takeaways ? 
▪️ Wer den Standard setzt, kontrolliert den Markt!“ (Werner von Siemens) Das gilt umso mehr im geopolitischen Wettbewerb um Führerschaft bei Hochtechnologie!

▪️ China will Standards setzen statt übernehmen. Durch Schlüsselfunktionen in internationalen Standardisierungsgremien und Normenexport hinterfragt China zunehmend den europäischen Führungsanspruch beim Thema Standards.

▪️ Das Risiko einer Blockbildung ist real. Eine Fragmentierung der Normungslandschaft würde in dauerhaften Kompatibilitätsbrüchen und eingeschränkten Marktzugängen für Unternehmen resultieren.

▪️ Europäische Unternehmen sollten aktiv an der Gestaltung internationaler Standards mitwirken. Gerade mittelständische Unternehmen unterschätzen oft die strategische Bedeutung der Standardisierung.

Danke an Michael Setzpfandt für die Fotos!"


Diskussionsrunde
GLOBALNORM

"… Let’s talk: Wie lässt sich die Menge an Compliance-Anforderungen effektiv beherrschen – besonders als KMU?

Die Anforderungen an Product Compliance wachsen stetig. Unternehmen stehen vor der Frage:
➡️ Wie gelingt es, trotz immer neuer Regularien handlungsfähig zu bleiben?
➡️ Wo liegen die größten Pain Points?
➡️ Welche Strategien funktionieren in der Praxis?

In unserer Diskussionsrunde geben die Teilnehmenden Einblicke und Denkanstöße – moderiert von Maya Loerzer (GLOBALNORM GmbH).

Stimmen aus der Runde:

„Manchmal habe ich das Gefühl in den Unternehmen werden Product Compliance Themen und Vorlaufzeiten noch nicht gut genug verinnerlicht - im Gegenteil. Die Themen werden noch zu oft nicht schnell genug angegangen, weil man hat ja zum Beispiel zu Thema X,Y, Z noch ein ganzes Jahr Zeit“

„Man muss immer und immer wieder viel Zeit investieren, um unsere Arbeit auf den Schirm der Kollegen oder der Geschäftsführung zu bekommen. Das schaffen wir nur Schritt für Schritt.“

„Wie gut muss man eigentlich sein? Diese Frage darf man sich auch von Zeit zu Zeit stellen, um einen gewissen Case zu kreieren.“

Seien Sie beim nächsten Mal dabei, wenn wir gemeinsam beleuchten, wie Unternehmen die Balance zwischen Aufwand und Sicherheit meistern können."


LinkedIn Stimme
Katja Krüger
DIN e.V.

"Gestern durfte ich bei der 13. Konferenz zu Product Conformity der GLOBALNORM über europäische Normungspolitik sprechen. 

Mit der Überarbeitung des New Legislative Frameworks und der Normungsverordnung, gemeinsam mit der flächendeckenden Einführung von "Common Specifications" über den Omnibus IV, wird das Hashtag#PublicPrivatePartnerschip zwischen Europäischer Kommission und Normungsorganisationen aktuell grundlegend auf den Prüfstand gestellt. Was dabei nicht vergessen werden sollte: Ein einheitliches, in sich kohärentes Normenwerk mit internationaler Anschlussfähigkeit gibt es nur über die ESOs (CEN and CENELEC) und ihre nationalen Mitglieder. Für die internationale Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen ist dies essenziell. Eine Öffnung des Systems führt zu divergierenden Standards, die wiederum den Marktzugang erschweren, besonders für KMU.

Bei DIN wollen wir lösungsorientiert daran mitwirken, die Ziele der EU-Kommission einer schnelleren, digitaleren und agileren Normung zu erreichen. Ein Ansatz könnte sein, im Normungsauftrag zu priorisieren, welcher Aspekt für das jeweilige Technologiefeld am wichtigsten ist: Soll es besonders schnell gehen, oder ist ein breiter Konsens wichtiger? Insbesondere bei disruptiven Technologien könnten wir auf schnelle Instrumente wie Technische Spezifikationen (TS) oder Workshop Agreements (CWA) zurückgreifen. Gleichzeitig sollte bei Grundlagentechnologien mit längeren Entwicklungszeiten für Europäische Normen (EN) gerechnet werden.

Wichtig ist, den geeigneten Ansatz frühzeitig im Erstellungsprozess von Normungsaufträgen in enger Zusammenarbeit mit den ESOs festzulegen - in einem starken Public-Private Partnership.

Unsere DIN-Positionen:
- Zur Überarbeitung der Normungsverordnung: https://lnkd.in/eTCxNCB7
- Zur Überarbeitung des New Legislative Framework: https://lnkd.in/eHgaSjBA
- Zum Omnibus IV und Common Specifications: https://lnkd.in/e4Be4382"

Bilder: (c) Michael Setzpfand

Austausch, Netzwerk und Begegnung


Praxisnähe in den Tutorials
 

Am zweiten Tag der 13. GLOBALNORM Konferenz rückte die Praxis ganz nach vorne: In drei Tutorial-Sessions konnten Teilnehmende am Vormittag und Nachmittag gezielt Wissen vertiefen und sich mit aktuellen Herausforderungen auseinandersetzen. Im Fokus standen Themen wie Material und Environmental Compliance, Marktzugang Indien, der Cyber Resilience Act (CRA) & NIS2, TSCA-Stoffverbote in den USA, der Aufbau eines Product Compliance Systems, Risikoanalysen, Abgleiche wie RoHS in EU, UK und China, Neuerungen zu „harmonised standards“ in UK und Strategien zum Umgang mit Produktrisiken wie Rückruf oder Behördennotifikation.

Im Anschluss hatten die Teilnehmenden bei den Round Tables Gelegenheit, ganz individuelle Fragestellungen mit Fachleuten zu diskutieren, sich auszutauschen und Praxislösungen zu entwickeln. So wurden Theorie und Erfahrung hands-on verknüpft – ideal, um konkrete Impulse für die eigene Compliance-Arbeit mitzunehmen.


Wir sagen Danke an alle Teilnehmenden und Referenten und freuen uns schon jetzt auf die 14. Konferenz im kommenden Jahr!

 

 

Veröffentlicht am 10.09.2025
Kategorie: Globalnorm

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